Ein Kapitel endet, die Spuren bleiben
Nach fast 27 Jahren an der Spitze des Caritasverbandes Bottrop geht Dr. Andreas Trynogga nun in den wohlverdienten Ruhestand.
Dankbar blickt er zurück auf ein erfülltes Berufsleben. Seine Nähe zu den Menschen machte ihn aus und sein Handeln war von einer tiefen humanitären Haltung geprägt. Mit Ruhe, Besonnenheit und Klarheit agierte er mehr als ein Vierteljahrhundert mit großem Erfolg. Seine Mitarbeitenden sprechen von ihm als:
"Der beste Chef, den man sich vorstellen kann."
Er hat seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein großes Vertrauen entgegengebracht und war immer bemüht, das Positive zu sehen. Die Stärkung des Zusammenhalts lag ihm besonders am Herzen. Immer wieder hat er im Alltag und insbesondere in Krisenzeiten verdeutlicht: Als Team sind wir besonders stark.
Eine Amtszeit zwischen Kontinuität und Wandel
Seine Amtszeit begann zu DM-Zeiten, er hat mit 4 Oberbürgermeistern und 4 Pröpsten zusammengearbeitet, hat Königin Silvia kennengelernt, ist mit dem "Papamobil" durch Bottrop gefahren. Unter seiner Leitung wuchs und gedieh der Verband, war erfolgreich und konnte immer mehr Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen Unterstützung und Hilfe anbieten. Dafür wurde ihm das goldene Caritas-Ehrenzeichen durch Propst Dr. Cleve, den Caritasratsvorsitzenden, verliehen.
"Ich habe Bottrop immer gewollt"
So zitiert ihn die WAZ in einem großen Artikel über sein Wirken auf die Frage, ob er im Laufe der langen Amtszeit nicht auch einmal über berufliche Veränderungen nachgedacht habe.
Ein leiser aber intensiver Abschied
Ausdrücklich wünschte Dr. Trynogga keinen großen Abschied. Er nutzte die letzten Wochen, um sich in kleinen gemütlichen Runden noch einmal Zeit zu nehmen: Für ausführliche Gespräche mit seinen Mitarbeitenden, Kolleginnen und Kollegen anderer Verbände, Netzwerkpartnerinnen und -partnern, Aufsichtsgremien und mit Klienten des Verbandes, Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Einrichtungen und anderen Menschen, die ihn auf seinem langen beruflichen Weg begleitet haben.
Dankbar für eine gute Nachfolgeregelung
Die Ernennung von Alexander Hohler, seinem langjährigen engen Mitarbeiter, der zuletzt den größten Fachbereich des Verbandes "Senioren und Pflege" mit großem Erfolg leitete, freute in sehr. Er begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich:
"Eine sehr gute Wahl. Ich freue mich, dass ich Alexander Hohler das Ruder übergeben darf."
Gerne erinnert er sich, dass es mit Alexander Hohler sofort "gematcht" hat. Die Zusammenarbeit hätte besser nicht sein können. Er beschreibt seinen Nachfolger als loyal, kompetent, zupackend und bereit, Verantwortung zu tragen. Auch in herausfordernden Zeiten blieb man immer zuversichtlich und hat auch bei größeren Turbulenzen den Humor nicht verloren.
Alexander Hohler wiederum ist dankbar für alles was er von ihm gelernt hat und freut sich darauf, seinen Weg weiterzugehen und gleichzeitig notwendige Veränderungen vorzunehmen, um den Verband in die Zukunft zu führen. Und natürlich konstatiert auch er: "Sie waren der beste Chef, den ich mir wünschen konnte. Sie sind mein Vorbild."
Wie geht es weiter für Dr. Trynogga
"Ich freue mich und gehe mit Gottvertrauen und Offenheit diesen nächsten Schritt meines Lebens."
Zweifellos wird er auch im neuen Lebensabschnitt getragen von dem, was ihm stets am Herzen lag. Begegnungen.
Und so schließen wir mit dem Zitat seiner Abschiedskarte von Martin Buber:
"Alles wirkliche Leben ist Begegnung, wenn wir aufhören, uns zu begegnen, ist es, als hörten wir auf zu atmen."