Lorenz-Werthmann-Haus feiert Silberjubiläum
"Alt werden, wo das Herz zuhause ist"
Unter diesem Leitgedanken feierte das Lorenz-Werthmann-Haus jetzt sein 25-jähriges Bestehen. Gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Wegbegleitenden und zahlreichen Gästen wurde das Jubiläum so gefeiert, wie das Haus seit einem Vierteljahrhundert lebt: bunt, herzlich, vielseitig, kreativ und voller Menschlichkeit - mit fröhlichen Momenten, aber auch mit leisen, bewegenden Tönen.
Seit 25 Jahren wird im Lorenz-Werthmann-Haus gelebt, gepflegt, gelacht, geweint und Abschied genommen. Es ist ein Ort, an dem Gemeinschaft getragen wird und an dem Menschen nicht nur versorgt werden, sondern ein Zuhause finden.
Ein Gottesdienst voller Dankbarkeit
Den festlichen Auftakt bildeten die Begrüßung durch Einrichtungsleitung Dagmar Thimm sowie ein Wortgottesdienst mit Pastor Potowski. Die Fürbitten griffen die Themen auf, die das Leben im Lorenz-Werthmann-Haus prägen: das Miteinander von Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitenden, den Wunsch nach Zeit füreinander und die Gewissheit, dass Liebe und Nähe bleiben - auch dann, wenn Erinnerungen verblassen.
Für einen besonders berührenden Moment sorgte der Chor der Mitarbeitenden aus St. Johannes, der eigens für das Jubiläum ein Lied geschrieben und vorgetragen hatte.
Ein Zuhause mit Geschichte
In seiner Jubiläumsrede nahm Caritas-Vorstand Alexander Hohler die Gäste mit auf eine Reise in die Entstehungsgeschichte des Hauses. Vor 25 Jahren entstand mit dem Lorenz-Werthmann-Haus die erste vollstationäre Pflegeeinrichtung in Kirchhellen - mit einem damals wegweisenden Konzept kleiner, familiärer Wohneinheiten. Von Anfang an sollte das Haus mehr sein als eine Pflegeeinrichtung: ein echtes Zuhause.
Das sogenannte "Kleeblatt-Konzept" mit kleinen Wohngruppen, einer gemeinsamen Wohnküche und viel Selbstbestimmung prägt das Leben dort bis heute. 2008 wurde das Konzept mit dem Neubau St. Johannes erweitert. Gemeinsam bieten beide Einrichtungen heute rund 124 älteren Menschen ein Zuhause mitten in Kirchhellen - dort, wo sie sich am wohlsten fühlen.
Menschen machen das Haus besonders
"Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitenden, dem Pflegeteam, den Ehrenamtlern und den Alltagsbegleiter*innen, die mit Fachkompetenz, Herz und großem Engagement den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner gestalten. Durch ihren täglichen Einsatz machen sie die Hausgemeinschaft zu einem Ort, der weit mehr als ein Pflegeangebot ist - nämlich ein echtes Zuhause", betont Vorstand Alexander Hohler.
Die Ehrung von vier Mitarbeitenden, die dem Lorenz-Werthmann-Haus seit der ersten Stunde die Treue halten, war daher ein Höhepunkt der Veranstaltung. Dagmar Thimm und ihr Team würdigten ihre langjährige Verbundenheit mit der Einrichtung - ein bewegender Moment und ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung.
Auch die Fürbitten erinnerten daran, wie wertvoll Menschen sind, die pflegen, begleiten und Verantwortung tragen - und wie wichtig es ist, ihnen Kraft, Anerkennung und Menschen an die Seite zu stellen, die auch auf sie achten.
Ein Fest für die ganze Gemeinschaft
Das weitere Programm spiegelte die enge Verwurzelung des Hauses in Kirchhellen wider: Der Heimatverein lud zu beliebten Rikschafahrten ein und der DRK-Kindergarten begeisterte mit einem liebevollen Auftritt, der vielen Gästen ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Beim gemeinsamen Liederreigen wurde kräftig mitgesungen.
Im liebevoll geschmückten Garten genossen die Gäste Kaffee und Kuchen, Waffeln, Donuts und Eis, bevor der Tag beim gemeinsamen Grillen einen gemütlichen Ausklang fand. Die vielen Begegnungen, Gespräche und das herzliche Miteinander machten das Jubiläum zu einem Fest, bei dem sich alle willkommen fühlten.
Mit Zuversicht in die Zukunft
Das Jubiläumsfest machte eindrucksvoll deutlich, was das Lorenz-Werthmann-Haus seit 25 Jahren auszeichnet: gelebte Gemeinschaft, Fürsorge und ein Ort, an dem Menschen sich zuhause fühlen.
Oder, wie es die Fürbitten des Gottesdienstes auf besondere Weise ausdrückten: Es sind oft die kleinen Gesten - Nähe, eine Berührung oder eine gehaltene Hand -, die niemals bedeutungslos sind. Genau diese Haltung prägt das Lorenz-Werthmann-Haus seit einem Vierteljahrhundert und wird es auch in Zukunft begleiten.